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Ortsteil Naugarten


Ortsvorsteherin:

Telefon: 039852 / 3098

Marlies Schmock

Naugarten
Dorfstraße 49
17291 Nordwestuckermark


Im Naturpark "Uckermärkische Seen" am Rande der Zerweliner Heide liegt das kleine Dorf Naugarten. Es wurde 1239, am 1. Januar, im Zusammenhang mit Landverkauf erstmalig erwähnt, der ursprüngliche Name - novo grad - weist auf eine frühere slawische Besiedlung hin. Als Besonderheit ist die gut nachvollziehbare Dorfanlage Naugartens als Angerdorf mit gut erhaltenen Bauernhöfen gegenüber den vielen Gutsdörfern festzuhalten.

Am Ortseingang weist ein in der Landschaft deutlich erkennbarer ehemaliger Burgwall auf den slawischen Ursprung Naugartens hin. An der Westseite gelegen befindet sich der Schlossberg, auf dem früher die Rittergutsbesitzer Borke von Kerkows ansässig waren.

Die Stärken von Naugarten sind in den natürlichen Gegebenheiten zu sehen, die vielfältige Freizeitaktivitäten ermöglichen. So lädt der ca. 33 ha große gemeindeeigene See zum Baden und Angeln ein, seine Umwanderung bietet ein eindrucksvolles Naturerlebnis. Auch der Wanderweg „Uckermärkischer Rundweg", der die Städte Angermünde, Templin und Prenzlau verbindet, führt von Boitzenburg kommend durch Naugarten, weiter in Richtung Gollmitz.

Westlich vom Ort beginnt die Hügel- und Waldlandschaft „Zerweliner Heide". Naugarten hatte in der Vergangenheit immer zwei Gasthöfe. 1984 wurde das Ferienobjekt Vockerode (ca. 40 Betten) fertiggestellt und es setzte ein reger Urlauberverkehr ein.

Versuche der Treuhand, dieses Objekt (auch nach 1990) gastronomisch weiterzuführen, blieben ohne Erfolg, woraufhin 1996 ein Wechsel in Privatbesitz erfolgte. Im idyllischen Ortskern entstand somit nach umfangreichen Bauarbeiten das Landgasthaus „Hof Kokurin", das neben Übernachtungsmöglichkeiten in gemütlichen Ferienwohnungen verschiedene Sport- und Freizeitmöglichkeiten, wie z. B. Tennis, Tischtennis, bietet. Auch Fahrräder und Boote können ausgeliehen werden. Aber auch kunstbegeisterte Besucher kommen auf ihre Kosten, denn am „Hof Kokurin" befindet sich eine Galerie, in der ständig wechselnd Malereien, Holzskulpturen und Kleinkunstwerke ausgestellt werden. Die ab 1981 nordwestlich von Naugarten entstandene Bungalowsiedlung „Waldeck" wurde 1995 in ein Wohngebiet umgewidmet, was die Einwohnerzahl auf inzwischen 153 Bürger anwachsen ließ.

1987 fassten die Bewohner Naugartens den Beschluss zur Errichtung einer gemeinsamen Antennenanlage, die dann aufgrund dieser Eigeninitiative 1990 in Betrieb genommen wurde, somit ist der Ort heute frei von Antennen und Satellitenschüsseln. Im Jahre 1989 begingen die Naugartener ihr 750-jähriges Bestehen, wozu ein Denkmal in Form eines Findlings errichtet wurde. In Naugarten wurden in den vergangenen Jahren viele Dinge unentgeltlich in Eigeninitiative geschaffen, wie z. B. eine Badestelle, Tanzfläche, Sprungturm, Gehweg, Arbeiten an der Kirche, Tennisplatz und vieles andere mehr.

Durch Spenden und Zuschüsse auch von der Gemeinde Nordwestuckermark konnten in den letzten Jahren umfangreiche Arbeiten an der Kirche vorgenommen werden. Durch ein neues Dach, einen Fassadenanstrich und eine elektrische Orgel ist sie zu einem Kleinod im Ort geworden.

Verschiedene Vereine bereichern auch heute das Leben im Ort. So ist es dem Verein zum Schutz des Naugartener Sees gelungen, als Pilotprojekt eine Tiefenwasseranlage zur Wasseraufwertung des Naugartener Sees zu errichten. Im 2. Landeswettbewerb 1994 „Unser Dorf soll schöner werden" belegte Naugarten den 2. Platz im Landkreis Uckermark.

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