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Ortsteil Schapow |
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Ortsvorsteher:
Telefon: 039852 / 70013 |
Jörg-Peter Ludwig
Schapow |
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Zum Ortsteil Schapow gehören die Gemeindeteile
Wittstock, Rittgarten, Augustfelde sowie die Siedlungsstellen
Bollmannshof, Fischershof und Dochower Mühle. Sie liegen im Endmoränengebiet Feldberg-Fürstenwerder. Die aus der Eiszeit mitgeführten Gesteinsmassen sind nicht nur häufig in der Natur vorzufinden, sondern erschweren auch die landwirtschaftliche Bearbeitung der Äcker. Schon 1244 wurde die Dochower Mühle - durch die günstige Lage am Quillow als Wassermühle genutzt - erstmals erwähnt. Sie ist auch heute noch über den 2003, neu fertig gestellten Landweg Schapow-Wilhelmshof zu erreichen. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde von seinen Besitzern liebevoll restauriert und dient der dort lebenden Trockenfloristin Karin Stehle als Wirkungsstätte. Zu den Jahreszeiten passend sowie auch Anlässen entsprechend stellt sie aus den unterschiedlichsten Naturmaterialien Trockenfloristik in vielfältigster Weise her und bietet diese auf Verkaufsausstellungen an.
Weithin sichtbar ragt die Spitze der Feldsteinkirche über die waldlose, hügelige Landschaft. Die Kirche mit dem Kriegerdenkmal und der wiederhergestellte Landgasthof mit seiner uckermärkischen und fränkischen Küche bilden das Zentrum des Ortes. Schapow ist ein typisches Straßenangerdorf, in dem auch heute noch zahlreiche Bauernhöfe erhalten sind. Die Neu- und Wiedereinrichtung von Agrarbetrieben (mit Champignonzucht, Ackerbau und Schweinezucht) zeigt den nach wie vor erhaltenen landwirtschaftlichen Charakter des Ortes. |
Nur 2 km von Schapow entfernt liegt das Dorf Wittstock, das im Jahr 1998
sein 700-jähriges Jubiläum feierte. Im Zuge der um 1950 erfolgten
Aufsiedlung entstanden hier eine größere Anzahl von Neubauern- und
Siedlerstellen, die heute noch das Aussehen des Ortes prägen. Wie bereits
in der Vergangenheit dominiert immer noch die Landwirtschaft im Ort. Eine
GbR betreibt eine Milchviehanlage und bewirtschaftet einen Großteil der
Landwirtschaftsflächen in und um Wittstock.
Zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft wurde
2002 durch die Wittstocker Rinder- und Marktfrucht GmbH die 20.
Biogasanlage im Land Brandenburg in Betrieb genommen. Daneben sind hier
noch eine Container- und Apparatebau GmbH, eine Lohnschlachtung für
Geflügel sowie eine Erdbeerplantage zum Selbstpflücken zu finden. Als
Besuchermagnet des Ortes gilt das Bauernmuseum, das in der 1886 erbauten
alten Dorfschule zu finden ist und auf eine inzwischen 30-jährige
Museumsgeschichte zurückblicken kann. Die hier ausgestellten Exponate
sollen die Vergangenheit lebendig erhalten und an frühere Lebens- und
Arbeitsweisen erinnern. In Rittgarten hat sich z.B. der Hof „Rittgarten" mit Milchvieh, Ackerbau und mit der im Gemeindegebiet einmaligen eigenen Hofkäserei eine Existenz aufgebaut. Auch das ehemalige Gutshaus mit seinem ausgedehnten Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert (Fam. von Arnim) ist erwähnenswert. Die Glocke auf dem Friedhof erinnert an die 1711 erbaute Dorfkirche, die jedoch später abgerissen wurde. Von Rittgarten aus in nordwestlicher Richtung erreicht man das kleine Dorf Augustfelde, welches nach der Wende mit nur noch rund 25 Einwohnern schon fast vom Aussterben bedroht war. Durch den Zuzug von jungen Leuten wohnen jetzt schon wieder ca. 58 Personen in Augustfelde. Zwischen beiden Orten liegt die „Wüste Kirche", die sehenswerte Ruine einer Feldsteinkirche, die mit einem angelegten Rastplatz nach einer Wanderung zum Verweilen einlädt. Ebenso mit ökologischem Landbau beschäftigen sich der „Regenbogenhof", der hauptsächlich Freilandgemüse anbaut, und ein landwirtschaftlicher Betrieb im Nebenerwerb.
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