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Ortsteil Schapow


Ortsvorsteher:

Telefon: 039852 / 70013
Mobil: 0172 / 3105372

Jörg-Peter Ludwig

Schapow
Maurerstraße 4
17291 Nordwestuckermark


Zum Ortsteil Schapow gehören die Gemeindeteile Wittstock, Rittgarten, Augustfelde sowie die Siedlungsstellen Bollmannshof, Fischershof und Dochower Mühle.

Sie liegen im Endmoränengebiet Feldberg-Fürstenwerder. Die aus der Eiszeit mitgeführten Gesteinsmassen sind nicht nur häufig in der Natur vorzufinden, sondern erschweren auch die landwirtschaftliche Bearbeitung der Äcker. Schon 1244 wurde die Dochower Mühle - durch die günstige Lage am Quillow als Wassermühle genutzt - erstmals erwähnt. Sie ist auch heute noch über den 2003, neu fertig gestellten Landweg Schapow-Wilhelmshof zu erreichen. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde von seinen Besitzern liebevoll restauriert und dient der dort lebenden Trockenfloristin Karin Stehle als Wirkungsstätte. Zu den Jahreszeiten passend sowie auch Anlässen entsprechend stellt sie aus den unterschiedlichsten Naturmaterialien Trockenfloristik in vielfältigster Weise her und bietet diese auf Verkaufsausstellungen an.


Etwa zur gleichen Zeit finden die Orte Wittstock (1298) und wenig später Schapow (1302) zum ersten Mal ihre urkundliche Erwähnung. Die Ortsnamen zeugen von einer früheren slawischen Besiedlung. Nach mehrmaligem Besitzwechsel ging Schapow Ende des 17. Jahrhunderts an die Familie von Schlippenbach über. Die Schapower Bauern konnten im 19. Jahrhundert das gesamte Eigentum der Feldmark Schapow zurückgewinnen, somit war ein Aufblühen des Dorfes zu verzeichnen. Ein weiterer Einschnitt in das von Agrarproduktion gekennzeichnete Leben der Dorfbewohner war die Gründung der LPGen. Diese Betriebe kümmerten sich neben ihren landwirtschaftlichen Aufgaben auch viel um soziale Belange, wie die Errichtung von Konsumverkaufsstellen und Buswartehäuschen, Befestigung von Straßen, Einrichtung von Gaststätten sowie eines Friseurstützpunktes. Das Bild von Schapow ist heute von einigen Besonderheiten geprägt.

Weithin sichtbar ragt die Spitze der Feldsteinkirche über die waldlose, hügelige Landschaft. Die Kirche mit dem Kriegerdenkmal und der wiederhergestellte Landgasthof mit seiner uckermärkischen und fränkischen Küche bilden das Zentrum des Ortes. Schapow ist ein typisches Straßenangerdorf, in dem auch heute noch zahlreiche Bauernhöfe erhalten sind. Die Neu- und Wiedereinrichtung von Agrarbetrieben (mit Champignonzucht, Ackerbau und Schweinezucht) zeigt den nach wie vor erhaltenen landwirtschaftlichen Charakter des Ortes.

Nur 2 km von Schapow entfernt liegt das Dorf Wittstock, das im Jahr 1998 sein 700-jähriges Jubiläum feierte. Im Zuge der um 1950 erfolgten Aufsiedlung entstanden hier eine größere Anzahl von Neubauern- und Siedlerstellen, die heute noch das Aussehen des Ortes prägen. Wie bereits in der Vergangenheit dominiert immer noch die Landwirtschaft im Ort. Eine GbR betreibt eine Milchviehanlage und bewirtschaftet einen Großteil der Landwirtschaftsflächen in und um Wittstock.

Zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft wurde 2002 durch die Wittstocker Rinder- und Marktfrucht GmbH die 20. Biogasanlage im Land Brandenburg in Betrieb genommen. Daneben sind hier noch eine Container- und Apparatebau GmbH, eine Lohnschlachtung für Geflügel sowie eine Erdbeerplantage zum Selbstpflücken zu finden. Als Besuchermagnet des Ortes gilt das Bauernmuseum, das in der 1886 erbauten alten Dorfschule zu finden ist und auf eine inzwischen 30-jährige Museumsgeschichte zurückblicken kann. Die hier ausgestellten Exponate sollen die Vergangenheit lebendig erhalten und an frühere Lebens- und Arbeitsweisen erinnern.
Nach mehrmaligem Auf und Ab gibt es in Wittstock wieder eine Verkaufsstelle. Auch die Kindertagesstätte, die heute nach der Montessoripädagogik geführt wird, ist erhalten geblieben. Neben der konventionellen landwirtschaftlichen Nutzung spielt der ökologische Anbau in der Gemeinde eine wachsende Rolle.

In Rittgarten hat sich z.B. der Hof „Rittgarten" mit Milchvieh, Ackerbau und mit der im Gemeindegebiet einmaligen eigenen Hofkäserei eine Existenz aufgebaut. Auch das ehemalige Gutshaus mit seinem ausgedehnten Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert (Fam. von Arnim) ist erwähnenswert. Die Glocke auf dem Friedhof erinnert an die 1711 erbaute Dorfkirche, die jedoch später abgerissen wurde.

Von Rittgarten aus in nordwestlicher Richtung erreicht man das kleine Dorf Augustfelde, welches nach der Wende mit nur noch rund 25 Einwohnern schon fast vom Aussterben bedroht war. Durch den Zuzug von jungen Leuten wohnen jetzt schon wieder ca. 58 Personen in Augustfelde. Zwischen beiden Orten liegt die „Wüste Kirche", die sehenswerte Ruine einer Feldsteinkirche, die mit einem angelegten Rastplatz nach einer Wanderung zum Verweilen einlädt. Ebenso mit ökologischem Landbau beschäftigen sich der „Regenbogenhof", der hauptsächlich Freilandgemüse anbaut, und ein landwirtschaftlicher Betrieb im Nebenerwerb.

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