| Ferdinandshorst | Fürstenwerder | Gollmitz | Holzendorf | Kraatz | Naugarten | Röpersdorf-Sternhagen | Schapow | Schönermark |
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Ortsteil Weggun |
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Ortsvorsteher:
Telefon: 039855 / 3055 |
Holger Tauchert
Weggun |
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Von 1964 bis 1997 bildeten die Dörfer Parmen,
Warbende und Weggun die Gemeinde Parmen-Weggun. Am 1.12.1997 erfolgte die
Fusion mit der Gemeinde Arendsee. Bis zur Bildung der Gemeinde
Nordwestuckermark am 1.11.2001 tragen die nun dazugehörenden Orte Parmen,
Weggun, Warbende, Arendsee und Raakow den Gemeindenamen Weggun. |
Für Anhänger des Motorsports ist Parmen eine bekannte Adresse. Jährlich
zieht der 1974 gegründete MSC Parmen mit zwei Motocrossrennen viele
hundert Besucher an. Die Rennstrecke liegt zwischen Parmen und dem
Waldstück Kiecker landschaftlich so schön, dass sie schon ohne Rennen eine
Augenweide ist. Auch die Frauenfußballmannschaft der SV Arendsee hat sich
über die Gemeindegrenzen hinaus einen Namen gemacht. |
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Vor vielen Jahren, als der Große Parmensee noch zu Parmen gehörte,
haben sich einmal Graf von Arnim, der Besitzer von Parmen war, und der
Graf Schwerin, der der Grundherr von Fürstenwerder war, am Parmener See
getroffen. Der Graf Schwerin wollte gern den See besitzen. Es gelang ihm,
den Grafen Arnim zu einer Wette zu überreden. Wer an einem bestimmten Tage
der erste am See ist und die heißeste Tasse Kaffee mitbringt, der sollte
den See haben. Der Graf von Arnim ging darauf ein. Er glaubte seiner Sache
sicher zu sein, denn er wohnte ja näher am See als der andere. Als es nun
an jenem Morgen gerade hell wurde, kam Graf von Arnim mit einer Tasse
Kaffee an. Graf Schwerin war aber schon da. Er hatte sich über Nacht im
Rohr des Sees eingenistet, am Morgen ein Feuer daselbst gemacht und den
Kaffee an Ort und Stelle gekocht. Als nun Graf von Arnim herankam, trat
der andere Graf mit seiner dampfenden Tasse Kaffee aus dem Rohr. Natürlich
war sein Kaffee heißer als der seines Gegners. Und so bekam Graf Schwerin
den See. Darum wird auch heute noch oft gesagt. „Graf Schwerin hat den
Parmener See für eine Tasse Kaffee gewonnen. "
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Nur Ruinen der Feldsteinkirche künden noch von einer Besiedlung in
früheren Zeiten. Trotzig stellen sich Westgiebel und Ostwand auf dem
heutigen Friedhof Wind und Wetter, aber auch jahrhundertealtem Baumwuchs
entgegen. Über einen Zeitraum von 200 Jahren taucht die wüste Feldmark Arendsee nur als Jagd- und Weidwerk des Hauses Boitzenburg auf. Vom Rittergut Schönermark aus wird 1726 in Arendsee ein Vorwerk angelegt. Seine Prägung erhielt der Ort später durch die Familie von Schlippenbach, die seit 1688 Besitzrechte an Arendsee hatte. Die Gutsanlage hat auch heute noch einen dorfbildprägenden Charakter. Nach den Plänen des Architekten Stüler entstand von 1839-43 das Schloss, das sich malerisch in einem parkähnlichen Gelände gelegen, unmittelbar an den See anschmiegt. Die Anlage des Parks und nachweislich mehrfache Besuche Lennés im Schloss lassen darauf schließen, dass der bedeutende Gartenplaner wertvolle Anregungen für die Gestaltung gegeben hat. Heute stehen das Schloss und der Park unter Denkmalschutz, reizvolle Pfade laden zu Spaziergängen ein. Über 50 Jahre wurden in dem Gebäude Schüler unterrichtet, erst 2001 erfolgte die Einstellung des Schulbetriebes.
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Mehrfache Versuche einer Ansiedlung scheiterten. 1834 kaufte August
Alexander Springfeld Warbende. Er ließ einen Park im Lennestil anlegen,
der aus kulturhistorischer Sicht sehr bemerkenswert ist. Ein Nebeneinander
von barocker Gartenkunst und englischer Parklandschaft prägt diesen Park.
Seine Besonderheiten sind unter Naturschutz stehende Bäume wie eine
Gurkenmagnolie, Taxussäulen, eine Blutbuche, Trauereschen und ein
Tulpenbaum. Aber auch eine schlitzblättrige Buche ist hier zu finden. Ein
Teil ihrer Äste weist geschlitzte, ein anderer Teil gewöhnliche
Buchenblätter auf. Im Innern der Krone hat man Zweige mit beiden
Blattarten entdeckt. 1870 übernahm die Familie Zarnikow das Gut. Es wurde
erforderlich, das abfällige Gelände des Parkes zum Gutshof hin durch eine
starke Mauer zu begrenzen, die z.T. heute noch sichtbar ist. Obenauf ließ
er abgebrochene Türmchen mit ihren Schießscharten setzen, was die
Vermutung aufkommen ließ, er sei ein Romantiker mit Rückblick auf das
mittelalterliche Rittertum. Erholungssuchenden wird eine Radtour auf der uralten Lindenallee, auch „Heeres- oder Handelsstraße" genannt, empfohlen. Sie verläuft von Weggun nach Boitzenburg und soll ursprünglich bis Berlin geführt haben. Zu erwähnen ist auch der Petznicksee, der inmitten des Waldes (Zerweliner Forst) liegt und kristallklares Wasser führt. Zu einem interessanten Erlebnis der ganz anderen Art kann eine Kräuterwanderung mit Verkostung werden. Diese führt Andrea Tietz aus Parmen bereits seit 1999 durch. Aber nicht nur das, die Kräuter werden auch zu Tees, Gelees, Sirupe, Wein u. a. verarbeitet und in ihrem Hofladen zum Verkauf angeboten. Daneben befindet sich ein kleines Cafe, in dem die Gäste bei selbstgebackenem Kuchen und duftendem Kaffee oder aber einem Kräuterdrink fachsimpeln und in der Kräuterbibliothek nachschlagen können. |
Raakow wird bereits 1375 im Landbuch Kaiser Karl des Großen erwähnt. Nach
mehr als dreihundertjährigem Brachliegen taucht es zu Beginn des 18.
Jahrhunderts als Schäferei, wenig später als Vorwerk, wieder auf, eine
Ansiedlung erfolgte. Bis 1928 nahm es eine eigenständige Entwicklung und
wurde dann mit dem Gutsbezirk Arendsee zur Gemeinde Arendsee vereinigt.
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