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Uckermark


von Günter Schmedermann

Dat Land is riek
met siene Wischen, Feller, Bööm

un schönen Seen.

Dat Land, dat lääft,
dat blöcht un waßt in Busch un

Heid' von ganz alleen.

De Minsch is riek,
wenn heīt versteiht, met de Natur

tohoop to läbīn.

De Minsch deiht good,

to wohr'n, wat em met disset

Land is gäben.

Ob heīt versteiht,

dat buten väle Trampsendierer

luern?

Hatt he't Gedür
de eenen or de annern uteneen

to hollen?

Kumīt rin inīt Land,
wenn ji met uns as Frünnīn will'n

läben.

Bewohrt dat Land,
īne bätere Heimat kannīt för uns

nich gäben!

   
 

Ein Heller und ein Batzen


von Albert  Graf von Schlippenbach

Ein Heller und ein Batzen,
die waren beide mein, ja mein,
der Heller ward zu Wasser,
der Batzen ward zu Wein, ja Wein,
der Heller ward zu Wasser,
der Batzen ward zu Wein.

Mein Stiefel sind zerrissen,
mein Schuh, die sind entzwei,
und draußen auf der Heiden,
da singt der Vogel frei.

Und gäb's kein Landstraß nirgends,
da säß ich still zu Haus,
und gäb's kein Loch im Fasse,
da tränk ich gar nicht draus!

Die Mädel und die Wirtsleut,
die rufen beid': "Oh weh!",
die Wirtsleut, wenn ich komme,
die Mädel, wenn ich geh.

Das war 'ne wahre Freude,
als mich der Herrgott schuf.
Ein Kerl wie Samt und Seide,
nur schade, daß er suff.

Die Zeiten sind vorüber,
die Zeiten sind vorbei.
Wo früher stand ein Kloster,
steht heut 'ne Brauerei.