Röpersdorf/Sternhagen

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Zu dieser Altgemeinde gehören die Orte Röpersdorf, Zollchow, Sternhagen, Lindenhagen und Schmachtenhagen. An den Ufern des Unteruckersee gelegen sind Röpersdorf und Zollchow für Urlauber und Einheimische gleichermaßen von großem Interesse. Der heute als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesene See ist eine Hinterlassenschaft der letzten Eiszeit und mit einer Länge von 7 km und einer Breite von 2,5 km das größte Gewässer der Region. In den Sommermonaten bieten sich hier ideale Bedingungen zum Baden, Angeln und Segeln. Ein Erlebnis der besonderen Art ist eine mehrstündige Rundfahrt mit dem Fahrgastschiff „Onkel Albert“.

 

Drei, aufgrund der Flora und Fauna besonders für Naturfreunde, interessante Wanderwege führen durch die ehemalige Gemeinde und das angrenzende Naturschutzgebiet „Charlottenhöh“. Auf den Pfaden des „Rundweges Charlottenhöh“ gelangt man über sanfte Hügel durch eine reizvolle Wiesenlandschaft. Am Aussichtspunkt in 70 Meter Höhe liegt dem Wanderer eine wunderschöne, ungewöhnlich vielfältige Landschaft zu Füßen.

 

Röpersdorf wurde erstmals 1362 als Roperstorp erwähnt. Viele Jahrhunderte gehörte die Hälfte des Ortes dem Heiliggeisthospital zu Prenzlau. Eine im 14. Jahrhundert erbaute, heute unter Denkmalschutz stehende Feldsteinkirche ragt mit ihrem schlanken, für die Uckermark außergewöhnlichen Kirchturm über die Dächer des Ortes hinaus. Seit 1993 bemüht sich der Förderkreis „Rettet den Röpersdorfer Kirchturm e. V.“  intensiv um den Aufbau und Erhalt des Bauwerkes. Seiner unermüdlichen Aktivität zur Folge konnten seit 1996 zahlreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Dazu zählen neben vielen kleineren Rekonstruktions- und Reparaturarbeiten im Innen- und Außenbereich u. a. das neue Kupferdach des Turmes, die Erneuerung der E- und Blitzschutzanlage sowie die Sanierung des Daches und der Außenfassade. Repariert und inganggesetzt wurde auch die Kirchturmuhr, seitdem ist ihr Glockenschlag wieder zu jeder halben und vollen Stunde hörbar. Die 1848 eingeweihte Orgel gehört heute zu den wenigen spielbaren Buchholz-Orgeln in der Uckermark. Nach dem Verlust sämtlicher Metallpfeifen durch zwei Einbruchdiebstähle (nach 1945 und in den 1970er Jahren) fristete sie unbrauchbar geworden ihr Dasein. Durch die seit 2000 in mehreren Abschnitten erfolgte Restaurierung konnte sie zum traditionellen Weihnachtskonzert 2001 erstmals wieder erklingen. Der Verein organisiert jährlich schon zur Tradition gewordene kulturelle Veranstaltungen, wie das sommerliche Dorf- und Kirchturmfest, das Weihnachtskonzert, aber auch den beliebten Oster- und Weihnachtsmarkt, die das kulturelle Leben im Ort prägen und das Miteinander seiner Bewohner fördern. Die hierdurch erzielten Einnahmen dienen der Mitfinanzierung weiterer geplanter Instandsetzungsmaßnahmen.

 

In Röpersdorf befindet sich das größte Wohnbaugebiet unserer Gemeinde. Seit 1994 entstanden hier in mehreren Bauabschnitten, aber auch durch Schließung von Baulücken, bereits ca. 80 neue Wohnhäuser, was auch die Einwohnerzahl ständig anwachsen ließ.

 

Für Erholungssuchende und Urlauber ist das mitten im Ort gelegene Hotel am Uckersee mit dem dazugehörenden Restaurant „Schilfland“ eine zu empfehlende Adresse. Mit seiner sehr guten Küche und den bequem eingerichteten Zimmern sorgt es für einen angenehmen Aufenthalt. Als erstes Hotel in Brandenburg bietet es einen Urlaub „Alles Inklusive“ an.

 

Während Röpersdorf ein typisches in Straßenangerform angelegtes Wohndorf ist, wird Zollchow, ebenfalls ein Straßenangerdorf, durch seinen landwirtschaftlichen Charakter geprägt. Erstmals erwähnt wurde der Ort 1321 als Tzelchow. Unter den damaligen Besitzern von Zollchow sind so bekannte Namen von Adelsfamilien der Uckermark wie von Arnim, von Holzendorf oder von Kerkow zu finden.

 

Noch heute ist Zollchow durch mehrere große Bauernhöfe, die denkmalgeschützte Kirche (13. Jh.) mit ihrem hölzernen Kanzelaltar aus dem 18. Jahrhundert, das Lehmfachwerkhaus sowie die Lehmscheue am Ortsausgang in Richtung Röpersdorf geprägt. Die Gegebenheiten nutzend haben sich hier nach 1990 drei Landwirtschaftsbetriebe etabliert. Hautnah erleben kann man einen von ihnen, wenn man eine der drei gemütlich eingerichteten Ferienwohnungen auf dem Bauernhof der Fam. Mittelstädt zwischen Zollchow und Sternhagen bucht. Seit 2002 werden in dem ehemaligen Gutshaus auf dem typisch uckermärkischen Vierseitenhof Gäste willkommen geheißen.

 

Bei Radtouristen ist Zollchow sicher kein unbekannter Ort mehr. Denn hier, fast genau in der Mitte des Weges zwischen Berlin und der Ostseeinsel Usedom, auf dem Radweg „Berlin – Usedom“ liegt die „Berlin – Usedom – Box“, eine moderne Versorgungsstation mit gastronomischem Angebot, sanitären Einrichtungen, Fahrradreparaturservice, Internet und vielem mehr. Ob als Tagesausflügler auf dem Uckermärkischen Radrundweg oder als Fernradler auf dem Berlin – Usedom – Radweg unterwegs, sie lädt jeden zum Stärken und Erholen, Verweilen und auch Bleiben ein. Für längere Pausen kann ein Zelt auf der Wiese aufgeschlagen oder die Nacht in einer Holzhütte verbracht werden.

 

Unter den Orten der ehemaligen Gemeinde Röpersdorf/Sternhagen ist das Dorf Sternhagen mit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1248 das älteste. Die erste belegbare Erwähnung von Hindenburg (heute Lindenhagen) geht auf das Jahr 1321 zurück. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts erscheinen das Gut Sternhagen und Schmachtenhagen in der Geschichtsschreibung. Zeugnisse einer wechselvollen Geschichte finden sich vielerorts, so

 z. B. der „Wallberg“ am Sternhagener See aus der Zeit des Rittertums (ca. 1410) oder das Chausseehaus bei Birkenhain (ca. 1840) als Kontrollpunkt der Handelsstraße zwischen Prenzlau und Templin. Wie viele stehen auch die im 13. Jahrhundert erbauten Feldsteinkirchen in Lindenhagen und Sternhagen jeweils unter Denkmalschutz.

 

Die heutigen Gemeindeteile Sternhagen, Lindenhagen und Schmachtenhagen befinden sich inmitten einer, von der letzten Eiszeit geprägten, hügeligen Endmoränenlandschaft. Als Ausläufer der mecklenburgisch-brandenburgischen Seenplatte liegt inmitten dieser Orte der Sternhagener See. Umgeben von hügeligen Ackerflächen im Norden der Gemarkung bis hin zur geschlossenen Waldfläche am Südrand zählt er mit einer 180 ha großen Wasserfläche mit zu den reizvollsten Anziehungspunkten in der Gemeinde Nordwestuckermark.

 

Erhalt und Schutz dieser sensiblen Naturschätze mit der noch vorhandenen Artenvielfalt im Sinne des Naturschutzgesetzes spielen deshalb hier eine große Rolle. Wer Ruhe und Entspannung sucht, sollte es nicht versäumen, die Fischerei Trellert in Lindenhagen, direkt am Sternhagener See gelegen, zu besuchen. Hier besteht die Möglichkeit zum Angeln, Ausleihen eines Bootes oder sich in der dazugehörenden Gaststätte ein Gericht aus fangfrischem Fisch munden zu lassen. Zu einem wahren Besuchermagnet hat sich auch das jährlich stattfindende Fischerfest entwickelt.

 

In ruhiger Lage auf dem Bauernhof Zoch in Sternhagen bietet ein Ferienaufenthalt eine reiche Erlebniswelt im „Frieden mit der Natur“.